11 Jahre ist sie alt – und ist schon Fallschirm gesprungen, tief getaucht und in diversen Achterbahnen gefahren. Am 2. Juli stellte sich Jana Nowak nun einer neuen Herausforderung: dem Fassaden-Running beim „Tag der offenen Tür“ der BBG. „Nach den ersten Schritten wollte ich zurück aufs Dach. Ich dachte, ich falle, die können mich nicht halten. Aber dann hat es echt Spaß gemacht“, erzählte sie – und wollte am liebsten gleich noch mal starten.
![]() Aus 35 Metern kopfüber in die Tiefe laufen, fixiert in einem Spezialgurt und gesichert an einem doppelten Seilsystem: Dieser Nervenkitzel wurde erstmals in Braunschweig angeboten. Über 150 Wagemutige hatten sich angemeldet; 80 konnten starten. „Fünf sind dann aber doch zurückgewichen – nach dem ersten Blick fest entschlossen, nicht zu laufen. Bei anderen haben die Beine richtig gezittert, im Grunde wackelte alles“, so Anke Roos. Die Geschäftsführerin der Eventagentur Sports Unlimited hatte das Fassaden-Running mit betreut. „Höhenbeschränkungen gibt es dafür nicht. Am Hilton-Hotel in Delhi ging es zum Beispiel mal 117 Meter abwärts. Selbst machen wir hin und wieder Modenschauen an Fassaden. Da läuft jemand im Handstand los, dreht sich und macht zu Musik Choreographien. “Auf die Idee kam in Braunschweig natürlich niemand. Einige waren jedoch sehr lässig. Zum Beispiel Dirk Markwardt, der seinen Lauf filmte. „Juhu“, rief er kurz vorm Boden, „das ist der Hammer.“
BZ-Redakteurin Bettina Habermann schrieb tags darauf über ihren Lauf: „Nach vielleicht fünf Metern stellt sich ein ungeheures Glücksgefühl ein. Riesenfreude. Was für ein Abenteuer.“ An langen Tischen hatten alle Besucher Gelegenheit, das spektakuläre Geschehen zu verfolgen und dabei gemütlich zusammen zu sitzen, zu essen und zu trinken. Drumherum gab es reichlich Aktion: Livemusik von „Dixie Fire“, ein Basketball-Gewinnspiel, eine Hüpfburg, eine Spiele-Rallye für Kinder, Informationsstände und ein Quiz rund um die BBG – mit originellen Preisen wie Handpuppen, Hakenmännchen, Reisespielen oder Schuhputzzeug. Viele nutzten auch die Gelegenheit, den neu gestalteten Eingangsbereich zu besichtigen und vom Dach über Braunschweig zu schauen. Ferngläser lagen bereit. Orientierungspunkte wie die Mühle Rüningen, der I-Punkt oder das Kraftwerk waren ausgeschildert. „Das ist unheimlich schön“, sagte ein Besucher. „Die BBG sollte hier oben ein Café eröffnen.“ MIT DER BBG SPAREN
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