Ehrenamt bei der BBG
Ehrenamt Weil Gemeinschaft nur gemeinsam zu schaffen ist!
In unseren Wohnquartieren wollen wir das Gemeinschaftsgefühl stärken und ein Zuhause schaffen, in dem man sich wohlfühlt. Mit Ihrer Unterstützung und Ihrem Engagement gestalten wir lebendige Nachbarschaften, in denen sich Menschen begegnen, einander unterstützen und gemeinsam aktiv werden.
Gemeinschaft braucht Engagement Unsere Idee
Wir, die Braunschweiger Baugenossenschaft eG, schaffen Räume und Sie füllen diese mit Leben!
Um unsere Quartiere zu einem lebendigen Ort der Gemeinschaft wachsen zu lassen, brauchen wir Sie! Bringen Sie Ihr Talent ein und engagieren Sie sich ehrenamtlich.
Egal, ob 1 Stunde oder 10 Stunden – es braucht Menschen, die bereit sind, ihre Zeit und ihren Einsatz zu investieren, um einen positiven Unterschied zu machen.
Ihre Zeit. Ihr Talent. Auch Sie haben Talente, lassen Sie die Gemeinschaft teilhaben!
Organisieren Sie regelmäßige Treffs beispielsweise eine Skatrunde oder zu gemeinsamen gamen. Möglicherweise haben Sie eine Leidenschaft für das Kochen oder arbeiten Sie gemeinsam an kreativen Projekten.
Bieten Sie Ihre Hilfe beim Thema Internet an, unterstützen Sie als Einkaufshilfe oder bei gemeinsamen Spaziergängen.
Starten Sie eine Gruppe für Gartenprojekte, Sprachprojekte oder Sportaktivitäten.
Dienstags dampft nun immer Kaffee Christa Wenzel engagiert sich
„Einmal schräg über den Spielplatz fallen“: So nah wohnt Christa Wenzel am BBG-Nachbarschaftstreff im Lampadiusring 9. Gespannt beobachtete sie, was hier entsteht. „Ich lebe schon seit 2020 im Quartier, aber neue Kontakte ergaben sich eigentlich nicht. Wer mit Kindern am Spielplatz sitzt oder mit dem Hund unterwegs ist, kommt leicht ins Gespräch. Aber sonst gab es kaum Gelegenheiten“, erzählt die 70-Jährige. Nach dem Tod ihres Mannes wuchs dann ihr Interesse an nachbarschaftlichem Austausch. Den ermöglicht nun der Treff und Christa Wenzel trägt auch selbst viel dazu bei.
Die gebürtige Braunschweigerin gehörte zu den Ersten, die bei der Eröffnung im April 2025 vorbeischaute. „Für mich war das der richtige Zeitpunkt. Der Freundeskreis wird kleiner. Man muss aufpassen, dass man sich nicht eingräbt“, erzählt sie. Im Treff sah sie gleich ein bekanntes Gesicht. Stefan Lange hatte sie kennengelernt, als beide Wahlhelfer waren und jetzt wohnen sie tatsächlich so nah beieinander. Ein schöner Zufall! „Als dann am Nachmittag gefragt wurde, wer Lust hat, sich hier einzubringen, sagte ich gleich zu. Doch für Häkeln, Stricken oder Basteln habe ich nicht die Ruhe. Dann hieß es: Wie wäre es mit einer Kaffeerunde?“
Das passte. Schon im Mai startete sie: dienstags von 14 bis 16 Uhr. „Ich habe die Tür weit geöffnet. Alle stellten sich erst mal vor. Auf die Tassen wurden mit abwischbarem Marker Namen geschrieben.“ Und schon war die Runde locker im Gespräch: über Entdeckungen im Nördlichen Ringgebiet, Reisen, Kinder, Enkel und Hobbys – oder darüber, wo es gerade preiswerten Kaffee gibt. Der Kaffeetreff – natürlich sind auch Teetrinkende herzlich willkommen – hat sich sofort etabliert. Inzwischen werden auch mal Fotoalben und Kuchen mitgebracht. Stefan Lange bietet parallel eine Spielrunde an, etwa mit dem Kartenspiel UNO und dem Musikquiz Hitster.
„Der BBG-Nachbarschaftstreff ist eine ganz tolle Idee. Er fördert das Miteinander“, so Christa Wenzel. Die Mutter von zwei Kindern hat auch ihren runden Geburtstag hier gefeiert. „Es wurden Blümchen hingestellt und Kerzen. Hier gibt es so viel Platz. Ein Caterer brachte auch ein kleines Büffet und es gab sogar ein Ständchen.“ Nathalie Szycher, die Raumkoordinatorin, begleitete es auf der Ukulele. Hier hat sich eine vertraute Gemeinschaft gefunden.
Christa Wenzel, die als Bürokauffrau arbeitete und dann vielen bekannt war als Kassiererin bei Galeria Kaufhof, hat durch einen neuen Kontakt auch noch ein zweites Ehrenamt für sich entdeckt. Einmal in der Woche berät sie bei Kokon, einem Second-Hand-Shop des DRK. „Kleider schubsen macht Spaß. Ehrenämter zu übernehmen, das war für mich die beste Entscheidung überhaupt.“
Hier wird geteilt, geholfen und gelacht Offene Kaffee- und Spielrunde im Sackringviertel
Manchmal sind es die kleinen Erlebnisse, die zeigen: Das läuft hier richtig gut. Einmal fragte Sabine Brandes bei der offenen Kaffeerunde zum Beispiel: „Könnt ihr für mich Treuepunkte sammeln?“ Sie hatte gehört, dass Bekannte an Prämienprodukten eines Supermarktes interessiert sind. „Daraufhin habe ich zahlreiche Hilfe erhalten“, berichtet sie erfreut. An einem anderen Vormittag sagte jemand: „Ich habe Keilrahmen übrig.“ Angelika Lenz ist Mitglied im Alternativen Kunstverein bskunst.de. Sie fragte nach, ob Interesse besteht und kurz darauf wechselten acht Rahmen für einen kleinen Preis die Besitzerin. Hilfe bei der Bedienung des Handys gab es auch schon. „Fragt jemand, sage ich: Ich bin zwar keine Heldin, aber ich friemel mich so durch“, so Sabine Brandes.
Sabine Brandes und Angelika Lenz sorgen gemeinsam mit den anderen in der Runde dafür, dass an jedem Mittwoch von 10 bis 12 Uhr Kaffee, Kekse und Geschirr im Nachbarschaftstreff in der Bürgerstraße 9 bereitstehen. Sie kümmern sich auch darum, dass alles wieder weggeräumt wird.
„Einfach mal quatschen: So ein Angebot hat mich interessiert. Mir gefiel, dass hier etwas Neues entsteht – ohne eingeschworene Cliquen“, erzählt Sabine Brandes. Die gelernte Einzelhandelskauffrau, die unter anderem bei einem Verpackungsunternehmen sowie als Alltagsbegleiterin tätig war, war schon immer gern hilfsbereit. So hatte sie auch bei der ersten Kaffeerunde den Gedanken, gern mithelfen zu wollen. „Ich habe mich gleich wohlgefühlt.“ Von da war es nur ein kleiner Schritt zum ehrenamtlichen Engagement. Das Treffen, bei dem Rummikub gespielt oder sich locker unterhalten wird, ist inzwischen so beliebt, dass die Ersten schon eine Viertelstunde vorher vor der Tür stehen.
Angelika Lenz hat schon früher ehrenamtlich eine Kaffeerunde mit betreut: im Glashaus der AWO. „Die Gespräche mit den Gästen waren immer sehr interessant“, erzählt sie. Außer dem engagierte sie sich in einem Tauschladen, arbeitete in einem Second-Hand-Shop mit und bot in einer AWO-Tagesstätte ehrenamtlich einen Töpferkurs an. Zusammen kreativ sein – das könnte sich die frühere Lehrerin für Kunst und Englisch nun auch im Sackringviertel vorstellen. Sie überlegt, einen Pappmaché-Workshop anzubieten: mit gemeinsamem Gestalten von Gegenständen und Figuren. „Ich freue mich über den neuen Treff direkt in der Nachbarschaft und die Möglichkeit, mich dort zu engagieren“, sagt sie. Ehrenamtliches Engagement bereichert das Leben.
Dienstags ist Spieletag im BBG Nachbarschaftstreff Hätten Sie es gewusst?
Eine knifflige Frage zum Beginn: Wie hält Schutzpatronin Brunonia auf dem Braunschweiger Schloss die Zügel des Gespanns aus vier Pferden? Können Sie das sofort beantworten? Wissen Sie auch, was man als „Wunder von Braunschweig“ kennt? Dann haben Sie gute Chancen, beim Braunschweig-Quiz schnell Ihr Spielfeld mit lokalen Straßen und Sehenswürdigkeiten zu füllen. Um den Burglöwen zu erreichen, müssen Sie allerdings den Schwierigkeitsgrad 6 knacken…
Das Quiz „Wer kennt Braunschweig?“ ist zur zeit ein Favorit beim Spielnachmittag im BBG Nachbarschaftstreff im Lampadiusring. Stefan Lange, der nebenan wohnt, hat noch viele weitere Klassiker in einem Fach bereitgestellt, etwa ein Wurfspiel, Trivial Pursuit, Mastermind und UNO. „Früher habe ich oft Freunde zu Spielabenden mit Getränken und Snacks eingeladen. Die Clique hat sich dann in alle Himmelsrichtungen auf den Weg gemacht“, erzählt der 59-Jährige. Nun würde er gern eine neue lockere Gruppe etablieren: wöchentlich dienstags von 14 bis 16 Uhr, parallel zur offenen Kaffeerunde.
„Im Nachbarschaftstreff gibt es eine tolle Truppe. In meinem Unruhestand wollte ich das Angebot gern bereichern. Im Sommer können wir auch mal Boule spielen.“ Kugeln hat er schon gekauft. „Eine Rasenfläche am Ring gleis würde sich gut als Platz eignen. Ich bin mit städtischen Dezernent:innen im Gespräch. Vielleicht wird ja was daraus.“ Gern würde er auch ein Quartiersfest mitgestalten: „Mit dem schön gemischten Völkchen hier bin ich sehr zufrieden.“
Stefan Lange war beruflich sehr flexibel. Er arbeitete als Gas- und Wasserinstallateur und Schlosser und ließ sich zum Bürokaufmann ausbilden. Er fuhr zehn Jahre lang Taxi, war in 7,49-Tonnern unterwegs und bei der AWO an gestellt. Mit ihm ist man schnell im unterhaltsamen Gespräch – auch über seine Ehrenämter. Er engagiert sich im erweiterten Vorstand des Behindertenbeirats und ist stellvertretender Sprecher des Selbsthilfegruppenrats. Sich näher kennenlernen und erzählen: Dafür ist der neue Spieltreff gut geeignet.
Tolles Engagement: Nathalie Szycher unter stützt nun den Treff als Raumkoordinatorin. Zeit für eine lebendige Nachbarschaft
Nathalie Szycher hat sieben Jahre lang gemeinschaftlich gewohnt: im Kanthaus in Wurzen. In dem Projekthaus gab es eine Kultur des Teilens, Reparierens und Wiederverwendens, einen bewussten Umgang mit Ressourcen und einen solidarischen Umgang mit Geld. Seit gut einem Jahr wohnt die 34-Jährige nun im Lampadiusring – und engagiert sich auch hier für eine gute Gemeinschaft. Gemeinsam mit Sabine Klauke ist sie Raumkoordinatorin des BBG Nachbarschaftstreffs.
Braunschweig kennt Nathalie Szycher bereits aus ihrer Studienzeit. An der TU studierte sie Chemieingenieurwesen. Nach ihrer Rückkehr suchte sie gezielt nach gemeinschaftlichen Angeboten. Heute ist sie unter anderem bei den Kernbeißern aktiv, engagiert sich in der Solidarischen Landwirtschaft und leiht sich im Ludwigsgarten regelmäßig ein Lastenrad aus.
Ein gemeinschaftlich verwalteter Quartierstreff passt gut dazu. Auch beruflich beschäftigt sich Nathalie Szycher damit, wie Gruppen und Teams sich selbst organisieren, Entscheidungen treffen und gute Meetings gestalten können. Sie arbeitet als Konsent-Moderatorin und für die Organisation „Soziokratie für alle“.
Die Eröffnung des Nachbarschaftstreffs kam für sie zum richtigen Zeitpunkt. „Im ersten Jahr waren die meisten im Haus mit der Einrichtung beschäftigt. Jetzt ist Zeit für eine lebendige Nachbarschaft.“ Durch die offene Kaffeerunde am Dienstag hat sie bereits viele Menschen kennengelernt und zum Beispiel jemanden gefunden, der ihre Blumen gießt, wenn sie im Urlaub ist. Im Koordinatorinnen-Team kümmert sie sich um Anfragen und die Verwaltung der Software.
Das Angebot im Treff wächst stetig. Es gibt unter anderem einen monatlichen Brunch, gemeinsame Koch- und Nähaktionen, „Yoga mit dem Stuhl“, Kinder-Basare und eine regelmäßige Handarbeitsrunde. Auch für private Feiern wird der Nachbarschaftstreff gerne genutzt – als eine Art erweitertes Wohnzimmer für das Quartier.
Und es gibt bereits neue Ideen: Nathalie Szycher plant einen weiteren veganen Brunch und könnte sich einen wöchentlichen Coworking-Vormittag vorstellen. Auch ein Glühweinabend im Advent oder ein Singkreis sind im Gespräch.
„Es motiviert, dass wir hier wirklich mitgestalten können und nicht nur eine ausführende Hand sind“, sagt Nathalie Szycher. „Es gibt großes Vertrauen. Ein schönes Projekt.“
Kontakt Werden Sie aktiv und tragen Sie zur Bereicherung des Lebens in Ihrem Viertel bei
Haben Sie eine Idee oder möchten Sie sich engagieren? Unser Quartiersmanager Pavel Simchanka steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!
Telefon: 0151 462 54 11 6 , E-Mail: quartiersmanagement@baugenossenschaft.de