Suchen Termin- und Rückrufservice
Nahaufnahme von mehreren haarigen Raupen, die auf grünen Blättern und Pflanzen krabbeln, mit einem weichen, unscharfen Hintergrund.

Achtung Eichenprozessionsspinner!

Er sieht harmlos aus, fast niedlich: Aus einer graublauen Raupe mit bis zu 600.000 Haaren entwickelt sich ein braungrauer Nachtfalter. Doch wenn Sie einen Eichenprozessionsspinner sehen, sollten Sie unbedingt Abstand halten. „Bitte nicht anfassen“, diese bekannte Warnung gilt hier ganz besonders. „Die Brennhaare der Raupe können allergische Reaktionen auslösen: Rötungen, anhaltenden Juckreiz, Schwellungen, Atembeschwerden oder Augenreizungen“, erläutert Ralf Bering, Teamleiter unserer Hausmeister. So sind wir dankbar für jeden Hinweis, wo sich der Schädling an Bäumen ausbreitet.

„Achtung, Eichenprozessionsspinner. Gesundheitsgefahr!“: Wer in der Schuntersiedlung wohnt, hat diese Schilder vermutlich schon mal gesehen. Einige Male war es in den vergangenen Jahren nötig, kleine Areale mit rot-weißem Signalband abzusperren. Ein beauftragtes Team des Baumpflegebetriebes Giardino saugte dann die Nester ab, und die Gefahr war beseitigt.

Die Haare der Raupen enthalten ein für Mensch und Tier schädliches Eiweißgift: das Thaumetopoein. Sie sind so fein, dass sie leicht vom Wind verbreitet werden. So können die Haare der Raupe auch bei einem Spaziergang in der Nähe sowohl in die Augen als auch auf die Haut oder in die Atemwege gelangen“, berichtet Ralf Bering. Deshalb reagieren wir sofort, wenn wir hören oder sehen, dass Eichenprozessionsspinner Eichen befallen haben.

Eine Gruppe von Raupen in einem Netznest, das an einem Baumstamm befestigt ist.

Am Stamm oder in Astgabeln legen die Tiere sackartige Nester an. Diese weißlich-grauen Gespinste, die Raupenhaare und Häutungsreste enthalten, sollten Sie auf keinen Fall berühren! Von den Nestern wandern die Raupen abends in langen mehrreihigen Schlangenlinien zu Fressplätzen in den Bäumen. Das sieht aus wie eine Prozession. So kamen sie zu ihrem Namen.

Eichenprozessionsspinner schätzen das warme, trockene Frühjahr. Deshalb haben sie sich in den letzten Jahren immer weiter ausgebreitet, begünstigt durch den Klimawandel. Die Raupen entwickeln sich in der Regel ab April oder Mai. Zwischen Mai und Juli können sie dann durch ihre Brennhaare gefährlich werden. Im Juli und August verpuppen sich die Raupen. Ab August sind sie schließlich fliegend unterwegs – als harmlose Nachtfalter.

Haben Sie Eichenprozessionsspinner im Quartier gesehen?
Dann melden Sie sich bitte bei Ihrem Hausmeister.
Zentraler Kontakt per E-Mail: hausmeister@baugenossenschaft.de